Vom 19. bis 21. Juni waren die portugiesischen Städte Ourém und Fátima Gastgeber der zweiten Ausgabe des internationalen Fußballturniers „Youth for Peace“. Die Veranstaltung wurde von der Gemeinde Ourém in Zusammenarbeit mit lokalen Sportpartnern organisiert und setzte die im Jahr 2025 gestartete Initiative fort. Von Beginn an war das Turnier als weit mehr als nur ein sportlicher Wettbewerb gedacht – sein Hauptziel ist die Förderung von Frieden, gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit unter jungen Europäerinnen und Europäern.

Die diesjährige Ausgabe brachte sechzehn Mannschaften aus acht europäischen Ländern zusammen, darunter auch Vertreter der Städte des Netzwerks Shrines of Europe. Auf portugiesischen Fußballplätzen trafen junge Spielerinnen und Spieler aus Częstochowa und Wadowice (Polen), Lourdes (Frankreich), Altötting (Deutschland), Levoča (Slowakei), Raseiniai (Litauen), Uherský Brod (Tschechien) und Esztergom (Ungarn) aufeinander. Hinzu kamen Mannschaften aus der Region Ourém, wodurch das Turnier zu einem echten Fest des Jugendfußballs und der europäischen Zusammenarbeit wurde.
Die Spiele fanden in mehreren Stadien in Ourém, Fátima und den umliegenden Orten statt. Drei Tage lang kämpften die jungen Fußballer um den Sieg. Von Anfang an wurde jedoch betont, dass sportliche Ergebnisse nicht das einzige Ziel der Veranstaltung sind. Ebenso wichtig waren Werte wie Fair Play, gegenseitiger Respekt, Solidarität und Zusammenarbeit trotz kultureller und sprachlicher Unterschiede.

Im Finale setzte sich die Mannschaft aus Lourdes durch und verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr. Den zweiten Platz belegte Clube Atlético Ouriense, Dritter wurde Esztergom. Der Fair-Play-Preis ging an das Team aus Raseiniai in Litauen für sein vorbildliches Verhalten während des gesamten Turniers.
Für viele Teilnehmende war es die erste Gelegenheit, Gleichaltrige aus so vielen europäischen Ländern kennenzulernen. Dadurch wurde das Turnier nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich und kulturell zu einer wertvollen Erfahrung.
Die Organisatoren betonten von Beginn an, dass „Youth for Peace“ junge Menschen durch ihre gemeinsame Leidenschaft für den Fußball zusammenbringen soll. Das Turnier knüpft an die Werte des Netzwerks Shrines of Europe an: Dialog, Frieden, Solidarität und gegenseitiges Verständnis. Dass Fátima – weltweit als Wallfahrtsort sowie Symbol des Friedens und der Versöhnung bekannt – Gastgeber der Veranstaltung ist, unterstreicht diese Idee.
Das Programm umfasste weit mehr als nur Fußballspiele. Die Teilnehmenden besuchten das Heiligtum von Fátima, erkundeten die historische Altstadt von Ourém mit ihrer mittelalterlichen Burg, lernten die Geschichte und Traditionen der Region kennen und verbrachten Zeit an der Atlantikküste, unter anderem in São Martinho do Porto. Gemeinsame Aktivitäten boten zahlreiche Gelegenheiten für Begegnungen und neue Freundschaften.
Gerade diese Programmpunkte abseits des Spielfelds machen das Turnier besonders. Gemeinsame Erlebnisse, der Austausch von Erfahrungen und das Kennenlernen anderer Kulturen sind ebenso wichtig wie die sportlichen Wettkämpfe und stärken die Beziehungen zwischen den jungen Menschen aus den Partnerstädten.

Sport verbindet Menschen unabhängig von Sprache, Nationalität oder Herkunft. Fußball vermittelt Verantwortung, Teamgeist und Respekt gegenüber dem Gegner und zeigt, dass fairer Wettbewerb und Freundschaft Hand in Hand gehen können. In einer Welt voller Spannungen erinnert „Youth for Peace“ daran, dass junge Menschen ein Europa des Dialogs, des Vertrauens und der Zusammenarbeit mitgestalten können.
Die diesjährige Ausgabe des Turniers fand zu einer Zeit statt, in der die Fußballwelt ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft steht. Das zeigt, dass Fußball viele Facetten hat – neben den größten Stadien und den internationalen Stars gibt es auch Veranstaltungen wie „Youth for Peace“, bei denen Begegnungen junger Menschen, die gemeinsame Leidenschaft für den Sport, gegenseitiger Respekt und Fair Play im Mittelpunkt stehen.

Wir danken unseren Partnern in Ourém herzlich für die hervorragende Organisation und Gastfreundschaft sowie allen Mannschaften, Trainerinnen und Trainern sowie Betreuerinnen und Betreuern für ihre Teilnahme und die besondere Atmosphäre dieses Turniers. Wir freuen uns darauf, uns im nächsten Jahr wieder auf dem Spielfeld zu treffen und gemeinsam zu zeigen, dass Sport Menschen über Grenzen hinweg verbindet.